Cyanide: Eisen-Cyanid-Komplexe (Berliner Blau) und Kalium-Eisen-Cyanid

Cyanide (Salze der Blausäure, z. B. Natriumcyanid und Kaliumcyanid) sind leicht lösliche sehr giftige Salze und sind vorallem bei Gaswerksstandorten und Kokereien weitverbreitet.

Unter den Cyanverbindungen sind die Blausäure (Zyanwasserstoff), die Salze der Blausäure (Natrium und Kaliumcyanide) sowie komplexgebundene Cyanide von großer Bedeutung. Die Cyanide (Salze der Blausäure, z. B. Natriumcyanid und Kaliumcyanid) sind leicht lösliche sehr giftige Salze. Sie können bereits durch atmosphärisches CO2 unter Bildung von Blausäure zersetzt werden.

2 KCN + H2O + CO2 ----> K2CO3 + 2HCN

Aufgrund ihrer geringen Stabilität werden sie als leichtfreisetzbare Cyanide charakterisiert. Das freie Cyanid-Ion (CN-) ist gekennzeichnet durch eine starke Wasserlöslichkeit und eine geringe Adsorbierbarkeit. Das Cyanid-Ion ist bezogen auf seine letale Dosis das stärkste Gift innerhalb der anorganischen Chemie. Cyanid-Ionen können mit Schwermetallen (Fe, Cu, Zn und Cd) stabile Komplexe Cyanide geringerer Wasserlöslichkeit und Toxizität bilden. Weitverbreitet sind Eisen-Cyanid-Komplexe (Berliner Blau) und Kalium-Eisen-Cyanid Komplexe (rotes und gelbes Blutlaugensalz). Cyanide und komplexe Cyanide sind vor allem in den Produktionsrückständen ehemaliger Gaswerksstandorte und Kokereien weitverbreitet. In der Metallveredlung finden sie beim Härten von Metallen Verwendung.

Eigenschaften der Cyanoverbindungen:
Blausäure und ihre Salze besitzen eine hohe Mobilität im Boden
Eine Immobilisierung ist weniger über adsorptive Bindungen als über die Bildung stabiler Cyanid-Komplexe zu erwarten.

Standortuntersuchung einer Grundstücksfläche
  Standortuntersuchung auf einem 5,4 Hektar grossen Grundstück das in der Vergangenheit zur illegalen Ablagerung von Leder- und Galvanikabfällen verwendet wurde.


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