Problemstoff-Erfassung bei der Rückbauplanung eines FertigungskomplexesErfassen und Quantifizierung der beim Rückbau eines industriellen Büro- und Fertigungskomplexes anfallenden Problemstoffe; mit besonderem Augenmerk auf Asbestprodukte
Im Vorfeld der Rückbauarbeiten von Produktions- und Verwaltungsgebäuden mit einer Gesamtfläche von ca. 40.000m2 wurde eine umweltanalytische Bestandsaufnahme durchgeführt. Ziel dieser Untersuchung war die halbquantitative Erfassung aller für den Rückbau relevanten Problemstoffe. Das Wissen um diese Stoffe ist von grundlegender Bedeutung für das Entsorgungs-/ Verwertungsmanagement und das daraus resultierende differenzierte Ausbauen gesondert zu behandelnder Baustoffgruppen. Ein weiterer wesentlicher Benefiz dieser Voruntersuchungen ist das Wissen um die Gefährlichkeit der durchzuführenden Arbeiten und die sich damit bietende Möglichkeit geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen vorhalten zu können. Auf dieses Wissen kann bereits in der Ausschreibungsphase rückgegriffen werden. Die Zahl möglicher Nachträge der ausführenden Firmen wird somit deutlich verringert. In dem vorliegenden Fall wurden stark mineralölhaltige Hallenfußbodenestriche, PAK-haltige Fußbodenaufbauten aus Parkettkleber, Gussasphalt und belasteten unterlagernden Beton sowie PAK-haltige Dachpappen aufgefunden. ![]() Asbesthaltige Produkte waren entgegen anfänglicher Vermutungen, auf Trennwände in den Sanitärbereichen und Flanschdichtungen im Warmwasserleitungssystem beschränkt. Weiterhin wurden große Mengen minder gefährlicher Produkte mit einem Anteil von Stein- bzw. Glasfasern aufgefunden. Das Vorhandensein der Schadstoffe ist nicht auf unsachgemäßen Umgang in den Produktionsbereichen zurückzuführen, sondern ist den in damaliger Zeit – die Gebäude stammen aus den 50er und 70er Jahren - modernen Baustoffen immanent. |

